Donnerstag, 19. Februar 2009

Ein Spiel dauert 60 Minuten

Die Online-Seite der ARD-Sportschau widmet sich in einem langen Artikel dem Gastspiel der EWE Baskets in Göttingen. Das ist natürlich löblich; allerdings steckt der Teufel auch hier im Detail. Zunächst heißt es:

"Das Erfolgsrezept ist eine starke Defensive. Gerade mal 1341 Gegenpunkte haben die "Veilchen" kassiert. Nur Alba Berlin steht besser da."

Nun ja. Zweifelsohne verteidigen die Göttinger vorbildlich und kassieren nur ca. 70,58 Zähler pro Partie. Der Total-Vergleich mit Alba indes hinkt; natürlich ist die Summe niedriger, dafür haben die Hauptstädter auch ein Spiel weniger. Und eine Mannschaft schluckt gar noch weniger Körbe im Schnitt (diese Angabe ist ohnehin aussagekräftiger): Die Ludwigsburger unter Rick Stafford (der kam aus Bamberg, da ist das mit der Defensive natürlich kein Wunder) müssen nur 68,33 gegnerische Punkte hinnehmen. Dafür treffen sie allerdings auch sehr schlecht, aber das ist eine andere Sache.

Weiter im Text:

"Den Giants Düsseldorf gelangen am vergangenen Spieltag gerade mal 49 Zähler gegen Göttingen. Das ist wenig in 60 Minuten Basketball."

Für 60 Minuten wäre das in der Tat sehr, sehr wenig; aber auch für 40 Minuten (so lange dauert ein Spiel ja ansonsten) ist das Ergebnis verblüffend. Wir sind ja nicht beim Handball.

Und auch ganz nett ist die Bebilderung im Artikel. Das Bildmotiv, mit "Göttingens Roderick Trice" unterschrieben, jedenfalls zeigt in der Tat Roderick Trice - allerdings ganz klein und unten in die Ecke gedrängt. Der deutlich präsentere Kollege kommt aus Bamberg.

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