Montag, 30. Juli 2007

BBL-Enklave Bree?

Der Verdacht lag ja durchaus nahe - nun gibt es die ersten Beweise: Don Beck mag die BBL. Das ist insofern nicht gänzlich verwunderlich, als dass er ja seit geschätzten 40 Jahren in der Bundesliga als Trainer an der Seitenlinie stand (ja gut, es waren 13). Nun steht Beck bei Bree in Belgien in Lohn und Brot und ist eifrig bemüht, eine Mannschaft um sich gruppieren, die den gewohnt hohen Ansprüchen gerecht wird. Fündig geworden ist der 54-Jährige nun nachhaltig im großen Depot ehemaliger BBL-Akteure.

Nummer eins: Michael Meeks, 2005/2006 bei den Telekom Baskets Bonn aktiv. Nummer zwei: Nick Jacobson, Distanz-Spezialisit von den Eisbären Bremerhaven (2005-2007). Und Nummer drei: Doron Perkins, zuletzt bei den EWE Baskets für den Spielaufbau zuständig.

Spekuliert worden ist vor allem über Perkins schon seit längerem, allerdings tauchten in Fanforen der Belgier auch noch weitere Namen auf, die bis Mai 2007 an der Hunte auf Körbejagd gegangen sind. Hier gilt: Warten und sehen. Noch fehlen im Roster der Belgier noch einige Spieler...

Dienstag, 10. Juli 2007

Dauerkartenverlängerung

Nun ist es also endlich so weit. Die Dauerkartenverlängerung hat begonnen. Auch im EWE Baskets Center merkt man dies deutlich. Während der Stress der Vorbereitung (Verfahren prüfen, Formulare erstellen, Freigaben erteilen) nun abgeebbt ist, klingelt heute doch häufiger das Telefon, weil der eine oder andere Kunde noch Fragen hat, seine Dauerkartennummer gerade nicht zu Hand hat oder einen Platzwechsel vornehmen möchte. Doch insgesamt scheinen sich die langen Vorbereitungen dieses Mal auszuzahlen ... Da klingelt es schon wieder.

Freitag, 29. Juni 2007

Sommerpause? Von wegen

Die Angst des Basketball-Fans vor dem Sommer ist inzwischen auch nur noch bedingt begründet. Zwar dehnt sich der Zeitraum ohne Spiele noch immer vergleichsweise mächtig aus, doch auch in den heißen Tagen (auf die wir in Oldenburg aktuell allerdings warten...) dreht sich weltweit doch eine ganze Menge um den orangefarbenen Ball.

In der NBA, wie gewohnt Traumland vieler körbewerfender junger Männer, stand in der Nacht zu Freitag der alljährliche Draft an. Das System? Kompliziert. Talente stehen in der Reihe und warten darauf, von den Clubs verpflichtet zu werden. Tatsächlich ist das Ganze natürlich sehr viel schwieriger zu erklären, aber daran sind schon ganz andere gescheitert. Greg Oden und Kevin Durant gingen erwartungsgemäß als erste über den Ladentisch, der promienteste Name (Joakim Noah, Sohn der Tennis-Legende Yannick Noah) hingegen erst an Rang neun.

Eine komplette Übersicht macht die Sache nicht leichter, aber beim nächsten Namedropping kann man damit schon anständig angeben. Der neue Baskets-Spieler Dan McClintock war übrigens auch mal bei einem Draft dabei: 2000 schnappten sich die Denver Nuggets den Center in Runde zwei. Auch keine so schlechte Referenz.

Am 6. Juli übrigens startet die NBA Summerleague, und aus Oldenburger Sicht wird es spannend zu sehen sein, welche Akteure aus der vergangenen Saison dort alle auflaufen werden. Aus den tatsächlichen Aufstellungen machen die Teams gerade wie jedes Jahr ein kleines Geheimnis, doch nach Abschluss des Drafts sollte es nun bald soweit sein.

Basketball gespielt wird momentan auch in Europa. So gibt es das traditionelle Court Side Camp, das von Oldenburgs neuem Trainer Predrag Krunic ebenso besucht werden wird wie die Summerleague der Uleb. Glücklich ist, wer Eurosport 2 in seiner TV-Kanalliste hat: Der Sende überträgt eine Vielzahl an Spielen live. Freunde des europäischen Basketballs werden hier mächtig auf ihre Kosten kommen.

Höhepunkt des Sommers ist sicherlich die Europameisterschaft in Spanien, wenn die deutsche Mannschaft um Dirk Nowitzki versuchen wird, die Fahrkarte für die Olympischen Spiele zu buchen.

Mittwoch, 27. Juni 2007

Den Drachen geht das Feuer aus

Die von wohl allen neutralen Beobachtern ersehnte finale Schlacht ist ausgeblieben: Die Brose Baskets Bamberg haben sich am Dienstag in der Artland Arena die Deutsche Meisterschaft gesichert und mit einem optisch deutlichen, aber ungemein hart umkämpften 3:1-Gesamtsieg gegen Quakenbrück den von vielen prognostizierten Schlussgong der Saison vollzogen.

Damit endet nun auch das Sommermärchen III (nach den Klinsmann-Fußballern und den Brandt-Handballern) und lässt die Konkurrenz aus dem Nordwesten tief durchatmen; schließlich möchten Bremerhaven und Oldenburg auch liebend gerne die erste Titel-Stadt aus dieser Region sein. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ein letztes Mal zum Zuschauen verdammt, genossen auch in Oldenburg viele Basketball-Fans Spiel Nummer vier - im Havana beispielsweise verbanden einige Herrschaften aus dem Umfeld der Baskets das Geschehen auf der Leinwand mit einem unterhaltsamen Junggesellenabschied für Jan Peters, beim Bundesliga-Club für Events und Merchandising zuständig. Und was im gut gefüllten Lokal via TV zu beobachten war, unterhielt die Anwesenden vortrefflich. Spannung ohne Ende, strittige Situationen en masse und ein stetes Auf und Ab beider Teams kulminierten im inzwischen bekannten Ende: Die Artland Dragons durften die Schale - nein den Pokal, nein, nun, was ist das eigentlich? - zwar anschauen, aber nicht anfassen. Kein schönes Gefühl, das; fragen Sie mal auf Schalke nach...

Was wird bleiben vom Finale 2007? Ein Playoff-MVP Casey Jacobsen, der in der kommenden Saison seine Brötchen wohl mit Sicherheit woanders verdienen wird, ein Steffen Hamann, der in allen Bereichen deutlich zugelegt hat - sei es in Sachen Cleverness, sei es beim Distanzwurf und sei es auch beim oft tendenziell ganz leicht übertriebenen Verhalten nach vermeintlichen Offensiv-Fouls (Sie erinnern sich? Im Bild links wollte Terry Black nur kurz hallo sagen).

Bamberg ist ein verdienter Meister, Quakenbrück war eine Bereicherung für die Liga. In der kommenden Saison wird nun also das 13.000-Menschen-Städtchen die BBL im Uleb-Cup vertreten. So denn die eigentlich nicht ganz ausreichend große Arena die Zulassung der Uleb bekommt.

Dienstag, 26. Juni 2007

Alles Daniel, oder was?

Dass die EWE Baskets Oldenburg ihre Spieler neuerdings nach dem Vornamen aussuchen, ist sicher nur ein Gerücht. Aber die Tendenz scheint eindeutig: Nach der Verlängerung des Kontrakts von Daniel Strauch (bitte mitzählen: Nummer eins) und der Verpflichtung von Daniel Hain (Nummer zwei) konnte am Dienstag Daniel McClintock (Nummer drei!) unter Dach und Fach gebracht werden. Dreimal Daniel, Respekt. Alle Basketballer mit diesem Vornamen sollten sich nun schon einmal Oldenburg genau auf der Landkarte anschauen.

Was das nun alles für eine eventuelle Weiterbeschäftigung von Dan Grunfeld bedeutet - man weiß es nicht. Zumal McClintock dankbarerweise auch primär auf "Dan" horcht. Die Herren Hain und Strauch werden sich schnell einen Spitznamen einfallen lassen müssen.

Montag, 25. Juni 2007

Re-Icisierung der BBL?

Nicht direkt ein Neologismus, aber doch eine interessante Wortkreation war die "Ent-Icisierung", von der Wolfgang Wiedlich, Chef der Korbjäger aus Bonn, im Herbst 2005 gesprochen hatte. Beim jährlichen "Tip-Off" der BBL (Treffen von Managern, Geschäftsführern und Medienvertretern unmittelbar vor einer jeden neuen Saison) hatte Wiedlich den Status Quo der Bundesliga analysiert und durchaus treffend zusammengefasst. Nach der totalen Öffnung des Spielermarktes durften alle Clubs lustig US-Amerikaner verpflichten - und taten das dann auch nach Kräften (sie tun es voraussichtlich noch immer). Für viele Europäer (und damit viele Akteure mit der Namensendung -ic) verschloss sich die BBL gleichzeitig.

Nun schreiben wir das Jahr 2007 - und zaghaft, still und leise schleicht sich mit einem Mal die "Re-Icisierung" in die BBL ein. Nachdem hier in Oldenburg in Predrag Krunic bereits kurz nach dem Saisonende ein ausgewiesener Freund des europäischen Basketballs verpflichtet worden war, hat nun auch Branchenriese Alba Berlin einen neuen Übungsleiter aus dem großen Spieler- und Trainer-Pool Südeuropas gefischt: Luka Pavicevic heißt der Gute, ist 39 Jahre alt und hat in den glorreichen Zeiten von Jugoplastika Split an der Seite von Stars wie Toni Kukoc oder Dino Radja auf Körbe geworfen. Als Trainer blieb er auch nicht lange ein unbeschriebenes Blatt: Coach des Jahres in Serbien-Montenegro, Uleb Cup Halbfinale 2006 und zuletzt eine tolle Saison in Griechenland bei Panionios Athen.

Beendet ist damit allerdings gleichzeitig die Trainer-Ära Henrik Rödl/Calvin Oldham - für Rödl (Bild rechts) suchen die Verantwortlichen gerade einen Posten in der großen Alba-Familie. Gespannt darf man nun sein, ob die Anzahl der schwer auszusprechenden Spieler-Namen auch bei Alba wieder mächtig ansteigen wird. In Athen setzte Pavicevic auf gerade einmal zwei US-Amerikaner.

Freitag, 22. Juni 2007

Kopflos in die Niederlage

Viel war spekuliert worden über die Konsequenzen aus dem Ausfall von Filiberto Rivera beim Playoff-Finalisten Artland Dragons Quakenbrück. Seit Donnerstag kennt Basketball-Deutschland die Antwort: Die Brose Baskets Bamberg sind nicht nur aufgrund ihres 77:74-Sieges in der Artland Arena wohl nun der Favorit auf den Titel.

Zwar lagen die Drachen in ihrer Höhle lange in Front und schienen sich auf die Treffsicherheit genau wie auf ihren Heimvorteil verlassen zu können, doch das Guard-Trio Bailey/McIntosh/Rohdewald vermochte das Fehlen des Puerto Ricaners Rivera nicht vollständig zu kompensieren. Während den Dragons in den entscheidenden Momenten der Kopf fehlte, bissen sich die Schützlinge von Bundestrainer Dirk Bauermann mit Vehemenz zurück und schafften den Ausgleich in der Serie.

Die Fans der Quakenbrücker werden das Ganze wohl verschmerzen können, denn so ist ihnen am kommenden Dienstag ein weiteres Heimspiel gewiss. Und nachdem Spiel Nummer zwei nun auch die erste Rudelbildung hervorgebracht hat, steht das Emotions-Barometer vor dem dritten Aufeinandertreffen in der Jako Arena (Sonnabend, 17 Uhr, live bei Premiere) noch ein wenig höher. Zwischen den Heißspornen Smith, Bailey, Fenn und Hamann dürfte sich spätestens jetzt eine ganz spezielle Playoff-Liebe entwickeln.