Montag, 3. März 2014

An Drachenhaut verschluckt

Bedient: Sebastian Machowski (Bild: fotoduda.de)
Derbyniederlage. Wie das schon klingt!

Mit großen Erwartungen und viel Optimismus sind wir am Sonntag ins Artland gefahren. Das 86:64 aus dem Hinspiel, der vierte Platz im Klassement, die exzellente Auswärtsbilanz - Gründe für angemessen positive Vorablaune gab es genug.

Sport aber wäre nicht Sport, wenn sich viele gute Gründe stets zu einem logischen Erfolg summieren würden.

Unerwartet heftig fiel die Angelegenheit am Sonntag aus und uns blieb als positiver Eindruck leider nur der kulinarische Teil des Abends; der Imbisswagen vor der Artland Arena ist einfach großartig.

Die mitgereisten Anhängern des Clubs müssen wir explizit loben, denn sie stärkten ihren Baskets bis zur letzten Sekunde in einem ungleichen Derby den Rücken. Derbyniederlage? Das ist im Sprachschatz von Fans nicht existent.

So starten wir also in eine Woche, die uns dem nächsten Highlight näher bringt: Am Samstag kommt ALBA BERLIN in die große EWE ARENA. ALBA hat seit 2004 nur noch ein einziges Mal die deutsche Meisterschaft gewonnen, der Name aber ist ein anhaltend großer - wenig überraschend wird unsere neue sportliche Heimat zum dritten Mal in der laufenden Saison ausverkauft sein. Bei den ersten beiden Spielen ohne freien Platz gab es hohe Siege gegen Vechta und München. Warum nicht auch beim dritten Mal?

Mittwoch, 29. Januar 2014

500 Spiele im Oberhaus

Was haben wir uns damals gefreut. Gelitten, gejubelt, gezittert - und am Ende gefeiert. Der Oldenburger TB war aufgestiegen in die Basketball Bundesliga. Am Ziel der Träume angelangt und frohen Mutes in ein großes Abenteuer gestartet.

Und ja, wir können uns da alle noch gut dran erinnern. Goldene Zeiten am Haarenesch, mit einem Gedränge auf den Rängen, das heutzutage in dieser Form nirgendwo mehr akzeptiert werden würde. Mit Fans fast bis zur Außenlinie, legendären Momenten auf dem Spielfeld und allgemeinem Wahnsinn auf den Rängen.

Das Debüt im Oberhaus liegt nun schon 13 Jahre und vier Monate hinter uns. 13 Jahre! Das ist, ehrlich gesagt, kaum vorstellbar - und doch wahr. An diesem Sonntag spielen wir unsere 500. Partie in der Bundesliga und können auf eine großartige Entwicklung zurückblicken.

Wer hätte im Oktober 2000 daran gedacht, dass wir einmal Deutscher Meister werden? Vor 6.000 Zuschauern in Oldenburg spielen? Uns nahezu ausnahmlos für die Playoffs qualifizieren? Wir hier freuen uns in jedem Fall auf die nächsten 500 Spiele! Und ganz besonders erst einmal auf Sonntag, wenn es zum FC Bayern geht.

Und wer hätte auch das gedacht? Der FCB als Meisterschaftsanwärter in der Basketball Bundesliga. Wer weiß, was die kommenden Jahre noch für uns bereit halten!

Freitag, 3. Januar 2014

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Heute Abend beginnt für uns das Jahr 2014 auch auf dem Parkett. Nach 26 Pflichtspielen zwischen dem 1. Oktober (Euroleague-Quali) und dem 29. Dezember (Auswärtssieg in Bremerhaven) wird sich der Spielplan fortan ein Stück weit normalisieren, englische Wochen sind nicht mehr die Regel, sondern die Ausnahme.

Bei ALBA sahen Oldenburger Teams selten gut aus, in der Vorsaison gelang dort erstmals seit dem Jahr 2000 ein Erfolg in der regulären Saison. Warum nicht auch heute? Die Hauptstädter können sich über mangelnde Beschäftigung wahrlich nicht beklagen: Silvester ging es gegen Hagen, heute gegen uns, am Sonntag gastiert man in Tübingen. Über 10.000 Zuschauer werden etwaig müden Albatrossen aber gewiss das Leben ein wenig leichter machen.

Schon am Montag geht es auch für uns weiter: Die Bayern kommen! Das Spiel ist ausverkauft, Sport1 wird live dabei sein. Um die Zeit zu verkürzen, lohnt schon jetzt ein Blick in unserer Hallenmagazin, das aufgrund der Feiertag schon vor Weihnachten zu großen Teilen fertig gestellt sein musste.


Mittwoch, 11. Dezember 2013

Eine Entscheidung!

Heute Abend also wieder Eurocup. Es ist selbst für uns ab und an nicht mehr so ganz einfach, den Überblick zu behalten, was eigentlich gerade ansteht, denn die Hatz durch das Programm ist nicht ohne.

Der Reiz des Abends ist ein besonderer: Dank der Niederlage Bilbaos am gestrigen Dienstag würde uns ein Sieg am Abend direkt in die zweite Runde befördern. Dann ist zumindest sichergestellt, dass wir in der Woche ab Januar nicht auf dumme Gedanken kommen. Wochen mit nur einem Spiel sind wir schließlich gar nicht mehr gewohnt.

Und sonst so? Die Niederlage in Hagen hat uns natürlich in ihrer Dimension ein wenig überrascht, aber das allerbeste Gefühl hatten wir schon nicht mehr, als wir von der Rückreise aus Zagreb hörten. Da war ein Flug dank Orkan Xaver gestrichen worden, die Mannschaft reiste mit dem Bus zurück nach Oldenburg und kam irgendwann in der Frühe gegen vier Uhr an der Hunte an. Abends hatte das Team dann exakt eine Trainingseinheit lang Zeit, sich auf die Feuervögel aus Hagen vorzubereiten.

Löblich: Mit viel Freude waren Dru Joyce, Philipp Köchling, Nemanja Aleksandrov und Kevin Smit nach kurzem Schlaf am Freitagvormittag im Baumhaus zu Besuch, um sich über die Arbeit zu informieren und mit anzupacken. Bilder (alle von Kai Niemann) gibt es online.

Montag, 2. Dezember 2013

Terminhatz, Monat drei

Zwei komplette Monate mit Pflichtspielen liegen nun hinter uns. Zwei? Mehr nicht? Aber es waren doch schon so viele Spiele! Die Hatz durch den Kalender hat durchaus ihre Folgen, was unserer Mannschaft am Mittwoch gegen Chalon und am gestrigen Sonntag gegen die Brose Baskets dann auch irgendwie anzumerken war.

Frust im Spitzenspiel: Konrad Wysocki. Bild: fotoduda.de
Gekämpft haben sie gegen eine Mannschaft, die ebenfalls einen strammen Takt gewohnt ist und nicht zuletzt aufgrund der großen Ziele in der Euroleague einen Kader besitzt, in dem zwei ausländische Akteure "zu viel" stehen - gegen uns pausierten in John Golsberry und Novica Velickovic mal eben zwei alles andere als durchschnittliche Spieler.

Zwei ernste Verletzungen (Adam und Robin) haben bei uns zu einer Verknappung der Rotation geführt, dazu hatten gerade gegen Bamberg einige einfach keinen guten Tag in der Offensive; fast schon folgerichtig kam die Niederlage gegen den Titelverteidiger zustande.

Auch hinter den Kulissen bleibt der Spielplan nicht ohne Folgen, was man (wieder einmal) auch unserem Blog ansieht, der weniger kontinuierlich gefüttert wird als vorgenommen. Seien wir mal ehrlich: Eine kurze Pause über Weihnachten tut wirklich allen gut.

Jetzt geht es aber erst einmal weiter: In Zagreb, in Hagen, gegen Charleroi, gegen den Mitteldeutschen BC, in Bilbao, in Braunschweig - und das alles binnen 18 Tagen. Auf geht´s, die Gesamtbilanz der bisherigen Saison kann sich sehen lassen!

Wer am Mittwoch mal wieder Lust hat, gemeinsam den EWE Baskets beim Tun zuzuschauen, kann das ab 18 Uhr im Havana am Pferdemarkt tun: Dort wird unser Eurocup-Spiel in Zagreb live auf Leinwand gezeigt, Eurosport2 ist auf Sendung.

Mittwoch, 6. November 2013

Das machen die anderen

Die Saison läuft - Zeit für einen kleinen Blick über den Tellerrand! Wohl wissend, dass Einschätzungen, Prognosen und Tipps rasend schnell von der Realität eingeholt werden können.

Bild: fotoduda.de
Team der Stunde: Die Telekom Baskets Bonn. Neuer Trainer, einige neue Leistungsträger, ein verpflichteter, dann an die NBA verlorener und schließlich zurück gekehrter Tony Gaffney - es waren dann doch einige Fragezeichen, mit denen unser diesjähriger Dauergegner in die Saison gestartet ist. Bislang aber wurde einzig das Auftaktspiel gegen den FC Bayern verloren, danach gelangen sechs Siege am Stück (u.a. bei uns, rechts im Bild David McCray nach der Partie). 12:2 Punkte und ein Platz in der Spitzengruppe sind der verdiente Lohn.

Spitzenreiter: Es ist dann wohl doch überhaupt nicht verwunderlich, dass der FC Bayern München die Spitze der Tabelle ziert. Sieben Spiele, sieben - zum Teil überdeutliche - Siege zeigen, dass die Titelvergabe in dieser Saison nur über den FC Bayern erfolgt. Der Kader ist unfassbar tief besetzt, in Svetislav Pesic steht ein ungemein erfahrener Trainerfuchs an der Seitenlinie; beste Voraussetzungen, um die Doppelbelastung lange abfedern zu können. In der Euroleague stehen die Zeichen trotz der knappen Niederlage bei Titelverteidiger Olympiakos Piräus auf Top 16.Und mal ehrlich: Wie oft hatte eine deutsche Mannschaft eine realistische Chance, beim Euroleague-Champion einen Sieg einzufahren?

Kellerkind: Bisher eine Bruchlandung hingelegt haben die Eisbären Bremerhaven. Unter dem neuen Trainer Calvin Oldham bekommt das Team in der Tabelle keinen Boden unter die Füße und liegt derzeit mit 0:14 Punkten ganz weit hinter den Erwartungen zurück. Alarmierend: Beim wichtigen Kellerduell in Würzburg kassierte die Mannschaft zwischendrin einen 0:23-Lauf. Der Wind an der Küste bläst derzeit extrem rau.

Bild: fotoduda.de
Überraschung: Ganz viel war die Rede von einem reduzierten Etat bei gleichzeitig immer hohen Erwartungen der Fans, zudem gaben die Artland Dragons Debütant Tyron McCoy (Bild links) das (Trainer-)Heft in die Hand - bei unseren südlichen Nachbarn herrschte durchaus etwas Unsicherheit vor dem ersten Tipoff. Bisher ist das alles Makulatur: 12:2 Punkte lautet die eindrucksvolle Bilanz, einzig in Oldenburg gab es eine (deutliche) Niederlage. Entscheidend ist halt doch immer wieder auf dem Parkett ...

Ausblick: Es wird eng da oben! Die Brose Baskets und ALBA BERLIN haben schon zwei Niederlagen auf dem Konto, ratiopharm ulm gar drei. Das Rennen um die Playoffplätze hat es definitiv in sich, ebenso der Kampf um die Teilnahme am Pokal-Qualifikationsspiel. Und unten? Da müssen die Eisbären ganz schnell punkten, um sich nicht metertief in der Negativzone einzugraben.

P.S. Und was macht eigentlich RASTA Vechta? Die haben bislang zwei Erfolge feiern können, den Artland Dragons fast den Sieg abgetrotzt und machen nachhaltig von sich reden. Wir in Oldenburg freuen uns sehr auf der Duell am 23. November, das momentan bereits ausverkauft ist.

Freitag, 1. November 2013

Der gewohnte Gang?

Der Betrieb läuft. Im Eurocup spielen wir eine ordentliche Rolle, in der Beko BBL wurden wir erst einmal besiegt. Wir haben nachverpflichtet, wir haben viele neue Zuschauer, wir arbeiten vor uns hin. Der gewohnte Gang? Ja, tatsächlich.

Es ist wieder so etwas wie Normalität eingekehrt nach den traditionell ultrahektischen und lebhaften Wochen vor dem Start und den stets aufs Neue intensiven ersten Wochen in einer Saison. Wir haben wieder ein wenig mehr Zeit, auch einmal wahrzunehmen, was in den anderen Clubs los ist. Dramen, Verletzungen, Überraschungen, Favoritensiege und sportliche Tiefflüge. All das, was die Fans so begeistert, fesselt uns nicht minder.

Der November beschert uns nun nur ein Heimspiel in der Beko BBL und zwei im Eurocup. Das gibt uns die Möglichkeit, abseits des hektischen Ligabetriebs mal wieder in Ruhe ein paar Ideen in die Tat umzusetzen.